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Nutzwert der für den neuen Tiefbahnhof geplanten Aufzüge?

Die ÖDP in der Region zweifelt am Nutzwert der für den neuen Tiefbahnhof geplanten Aufzüge.

Wie der ÖDP-Regionalrat Mathias Rady auf Nachfrage bei der Pressestelle DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH erfahren hat, ist beim Tiefbahnhof S21 geplant, auf jedem Bahnsteig 3 Aufzüge zu installieren.

Was sich auf den ersten Blick erfreulich anhört, wird durch die Tatsache getrübt, dass die Aufzüge in einer runden Form geplant werden. Rady: "Für normalen Bahnreisenden scheint dies auch kein großes Thema zu sein und mit einem Durchmesser von 2,2 und 2,5m erscheint auch die Kapazität auf den ersten Blick als ausreichend". Die Aufzüge würden aber zum Nadelöhr für Bahnreisende mit Rad, kritisierte der ÖDP-Politiker.

Die Aufnahmekapazität von Fahrrädern eines 2,2m durchmessenden Aufzuges schrumpft auf ein bis zwei Räder. Die Befürchtungen der Radfahrerverbände würden sich hier bestätigen, so Rady. Radreisenden werde damit die Nutzung eines unterirdischen Bahnhofs deutlich erschwert.

Rady weiter: "Der aktuelle Zugang mit Rad am Stuttgarter Hauptbahnhof zu den Gleisen ist extrem gut über den ebenerdigen Zugang am Gleis 1 erreichbar. Sogar mit Radanhängern stellt dies kein Hindernis dar". Dies werde beim Tiefbahnhof wesentlich unkomfortabler und mit einem runden Aufzugskonzept unnötigerweise auch noch verschlechtert.  

Ein Umsteigen einer Radreisegruppe gerade dann zum Tagwerk und blockiere die Aufzüge für andere Reisende. Der ÖDP-Regionalrat stellt sich deshalb die Frage, ob hier Design vor Nutzwert ginge. Der S21-Projektgesellschaft sei dringend angeraten, das Aufzugskonzept noch einmal zu überarbeiten, fordert Rady. 


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